Maifest

Maifest

Datum: 
Mi., 01/05/2013 - 14:00

Maifest in der Alternative, was soll man da groß schreiben, ist eben ein Muss. Die Stadtgrabenbühne auf dem angrenzenden Parkplatz ist mittlerweile fester Bestandteil; das Maifest hat dadurch nicht nur drei gleichwertige Festivalbühnen, sondern auch wieder Platz für die coole Elektrojurte vom Vorjahr. Das Maifest in der Alternative ist nun eine über dreißigjährige Tradition und hat sich wohl als eines der großen Independent-Festivals im Norden etabliert. Ein Grund dafür ist sicherlich das bewährte Konzept eines nachmittäglichen Kinderfestes mit lockerem Übergang zum konzertanten Teil des Programms.

Das Programm im Einzelnen:

ab 14:00 Riesenkinderfest
u. a. dabei:
Schweinekarussell, Trecker fahren, Marionettenspieler Norbert Lorenz, Bauchtanzworkshop, Trommelworkshop, Aerotrimm, Reuters Fritzen, Spielmobil, Schokokusswurfmaschine, Schminken, geknotete Luftballons wünschen, Jongleure, Bogenschießen, Café 8eck (na klar), u.v.m.

Ab 17:00 Uhr gibt es Live-Musik auf drei Bühnen. Hier das vorläufige (!) diesjährige Programm. Da es erfahrungsgemäß meist kurzfristige Änderungen gibt, lohnt es sich, ab und zu mal reinzuschauen:

The Talks
Achtung! Hier bläst ein richtig frischer Wind ... THE TALKS von der Insel gehen wohl locker als der "neue heiße Scheiß" der Szene durch. Britpop, Two Tone & Punk heißen die Zutaten für diesen mitreißenden Sound. Gerade die aktuelle Single feat. "Neville Staple" von den SPECIALS veröffentlicht, kommt die Band mit neuem Album im Gepäck nach Deutschland. THE TALKS - das klingt jetzt schon nach mehr.

Carry All
Carry-All sind eine sieben-köpfige Band aus Italien, die Musik aus den Bereichen Punk, Ska und Rock macht.
Ihre Anfänge waren 2002, als sie in der norditalienischen Provinz mit gemeinsamem Musizieren begannen und über die Jahre dann mit einer EP und verschiedenen Split-CDs an einer Karriere bastelten. Durch Samplerbeiträge und einer zündenden Live-Show eroberten sie sich einen festen Platz in der alternativen Musikszene des Landes.

Kamikaze Kings
Für die einen sind KAMIKAZE KINGS die deutsche Antwort auf Steel Panther, andere halten sie für eine räudige Mischung aus Peter Pan Speedrock und Mötley Crüe! Angeführt von Sänger Elmo Kamikaze, einer Kreuzung aus „The Rock“ und „Rob Halford“, sind KAMIKAZE KINGS eine der seltenen Bands, die man nur einmal kurz wahrnehmen muss, um sie nie wieder zu vergessen!
Als pure Manifestation aus Leder, Schweiß und Nieten, mit einer gehörigen Portion Glamour-Wrestling-Mania, legen sie jeden Club und jedes Festival in Schutt und Asche.

Les Blaque Pearlz
Oder: Wenn aus musikalischen Wurzeln neue Klangwelten werden. In einem Alter, in dem viele Jungs ihre Zeit auf einem Bolzplatz verbringen, hat sich der Kopf der Les Blaque Pearlz das erste Mal an ein Schlagzeug gesetzt. Und wie es eben so ist mit dem ersten Mal … es war prägend für sein ganzes Leben. Inzwischen macht Nader Rahy "hauptberuflich" Musik und spielt dabei auch als Gitarrist von Nena, wenn er nicht gerade selbst an neuen Songs sitzt oder irgendwo seine Stimme, seine Gitarre oder sein Schlagzeug hören lässt. Dass Musik sein Leben ist, zeigt auch Naders Projekt Les Blaque Pearlz, das vor ein paar Jahren mitten in der Karibik entstand. Im Laufe von 3 Jahren reiften erste Song-ideen wie guter Wein und das Debütalbum "Happy go fuck you" entstand. Aus diesem Grunde auch zu seinen musikalischen Wurzeln befragt, sagt der Nena-Gitarrist ganz klar: "Mit 8 hab ich von den Beatles alles geliebt, mit 12 alles, was Genesis in den 70ies gemacht hat. Seit dem ich 16 bin, liebe ich die Stray Cats & Brian Setzer, die mich zum Rock’n Roll/Rockabilly gebracht haben, der seine Wurzeln ja aus den Blues hat. Ich denk, sehr viel Musik, die heute läuft, würde es ohne die klassischen Blues (12 Bar Blues, Delta Blues etc.) nicht so geben. Die Blues sind so ein grossartiges Vehikel des Ausdrucks. Trotz ihrer einfachen Form beherbergen sie eine Unmenge menschlicher Emotionen." Les Blaque Pearlz, das sind Nader Rahy und Big G.

Stonewall Noise Orchestra
Zusammen mit den dänischen Kollegen von Sedated Angels bilden SNO ein mächtiges Skandinavien-Stoner-Rock-Doppel-Package. Mit der Wucht einer Dampframme & dem geschmeidigen Flow von Gitarrenklängen, die man hierzulande kaum noch kennt, bahnen sich die Jungs einen Weg in die Herzen des Rock- und Stonerpublikums. Mit dem aktuellen Album „Sweet Mississippi Deal“ gelingt der Band gekonnt der Spagat zwischen unkontrolliertem Energiefluss & geschmeidigem Dahingleiten auf schier unendlichen Bassläufen.

Sedated Angel
Dem Stoner-Rock einer Band wie SEDATED ANGEL aus Dänemark beschreiben ihre Musik als "straight-to-the-point raw rock ear candy". Wer den Fuß so schwer auf dem Stoner-Gaspedal hat, braucht eine gute Übersetzung, die die enorme Motorkraft sanft auf den Treibriemen bringt. Bei den sedierten Engeln ist dies ein zuweilen geradezu pathetisches Downtempo. Ein Aufschrei, der den Abstieg wie in dem Titelsong ihrer letzten EP "Dirty Going Down" (2012) immer mitdenkt -- wie psychedelisiertes Wah-Wah und waberndes Delay, das mitten im Bersten der Gitarrenwände fast himmlische Momente der Entrückung aufscheinen lässt. Mit SEDATED ANGEL geht das Sanfte eine fruchtbare Allianz mit der Härte ein, werden Hammer und Amboss Partner im Schmieden einer trotz ihrer Brachialität transparenten Musik.

Slime The Boogie
Die Berliner Band Slime The Boogie steht in der Tradition US-amerikanischer Punk und Garage Rock Bands. The Stooges aber auch die Ramones klingen an. Lehua Lii Ludlow singt mit kräftiger prägnanter Stimme. Irgendwo zwischen Patti Smith und Shirley Manson. Mitunter muss mensch sogar an Siouxsie Sioux denken. Knackige Garage Rock Melodien druckvoll vorgetragen. Von treibenden Bassläufen und quirligen Gitrarrenriffs begleitet über soliden Drums, die meist sparsam mitunter mit sachdienlichen Fills und Breaks gespielt werden. Auch Gitarrensoli werden zielgerichtet und absolut songdienlich eingesetzt. Alles in allem liefert die Band eine hohe Spannung und beste Unterhaltung ohne jede Ermüdung.

Berlin Boom Orchestra
Dass sich die deutsche Hauptstadt gut als Wiege in Sachen Reggae eignet, ist kein Geheimnis. Aber Berlin ist so voller Musik und verschiedener Kulturen, dass es schade wäre, sich nur am jamaikanischen Original zu orientieren. Das dachten sich auch die neun Mitglieder des Berlin Boom Orchestra, dieser „einzigartige Bummskapelle“ mit ihrem energiegeladenen Mix aus Reggae mit dickem Bass, einer Prise Dancehall und Ska von traditionell bis Balkan.

Disco // Oslo
Alles begann Ende 2008 in Oldenburg (Oldb). Nach etlichen Proben wurden einige Konzerte gespielt, eine online Demo sowie Demo-CDs und Demo-Kassetten unters Volk gebracht. Einige Besetzungswechsel später begannen die Aufnahmen zur neuen Platte, welche 2011 abgeschlossen wurden. Die neue LP ist im Juni 2012 erschienen. Disco Oslo 2012 aus Oldenburg/Hannover sind: Tenzin: Gesang | Gitarre, Bulli: Bass | Gesang, Tom: Schlagzeug | Gesang, Julian: Gitarre

Beatpoeten
Seit 2006 überziehen die Beatpoeten Clubs, Kirchen, Galerien, besetzte Häuser u.a. Humanbehältnisse mit politischer Haltung, elektronischen Texturen, Dance und Dada. „Irgendwann war Punk langweilig, irgendwann wurden Open Mics bieder, irgendwann lag Staub auf der Gitarre, irgendwann hatten Gedichte einfach keine Bewegung mehr“, beschreibt das Duo seinen Weg. „Irgendwann nahmen wir uns eine Groovebox und ein Mikrofon und versuchten mal was Neues.“

Monophona
Das Trio Monophona aus Luxenburg war eine der Überraschungen beim Hamburger Reeperbahnfestival 2012. Ihr Sound klingt elektronisch und vertraut, melodisch und innovativ zugleich. Sie verbinden den TripHop à la Portishead oder Lamb mit wunderbarem Modern Songwriting im Stile von Flying Lotus. Claudines einnehmende Stimme bildet dabei das Zentrum eines vor Kreativität übersprudelnden Triumvirats.

Yukazu
Der Name YUKAZU mag den Gedanken an die Japanische YAKUZA nahelegen, doch kann diese allenfalls als Eselsbrücke für die Schreibweise herhalten.
YUKAZU bedeutet im Altjapanischen „nicht gehen“, bleiben also und so wird YUKAZU zum Ohrwurm mit ihrem eingängigen, dann wieder unangepassten Sound.
Aber bitte auf Französisch! Denn YUKAZU ist eigen, könnte aus einem Pariser Banlieu kommen, nach einer langen Reise durch den Balkan in Berlin gestrandet sein. YUKAZU könnte vieles sein, ist es aber nicht, da sie nichts von alledem vorgeben. Die Wiege von YUKAZU liegt im charmant liederlichen Kreuzberg. Die Welt, die YUKAZU in ihrem Heimatkiez einatmet, spiegelt in ihrer Musik den internationalen/weltoffenen Geist dieser Stadt wider.
FRANCOPHONER GIPSY POP ist nur ein Teil davon. Der Andere ist das Fremde, das in dieser Stadt jede/r erfahren kann, ohne sie zu verlassen. Treibend schwebend - die Welt zu Hause bei YUKAZU.

De Drangdüwels
Jenseits der weichgespülten Behäbigkeit der traditionellen norddeutschen Folkmusikszene und weitab des Mainstream, rocken die sieben Holsteiner Jungs seit Ende 1999 über die Bühne und besetzen so konkurrenzlos eine Sparte zeitgemäßer plattdeutscher Musikkultur. Diese Kapelle beweist der Welt und vor allem sich selbst, dass ungebremste Spielfreude und plattdeutsche Lyrik durchaus kombinationsfähig sind. Ihr politisches Engagement ist dabei eindeutig und die Einflüsse aus Punk, Ska und natürlich Folk sind ein signifikantes Merkmal ihrer absolut tanzbaren Musik. Die Düwels beziehen damit einen klaren Standpunkt, den sie ihrem norddeutsch-süddänischen Bekenntnis schulden.

La Mine de Rien
Das Bergwerk des Nichts… in eben jenem gräbt Sänger Yoshka seit über acht Jahren nach seinen Wurzeln mit zwei höchst verschiedenen Schaufeln: der scharfkantige Rostspaten zynischer Texte und die leichte Schippe lebhaft-luftiger, optimistischer, tanzlockender Klänge. Umgeben von Posaune, Klarinette, Saxophon, Bass und Schlagwerk ist die Suche das Ziel, aber nicht der Schatz. Zwischen Gypsy, New Orlean’s Swing, Altpariser Walzer, jamaikanischem Reggae und Ska geht es im ganz eigenen Stil wild hin und her.

Marys Kids
Seit etwas mehr als einem guten halben Jahrzehnt fräsen sich MARY'S KIDS aus Stockholm mit ihrem hochoktanbetriebenen Kick Ass-Sound, der seine Wurzeln sowohl im Punkrock der 70er, als auch im amerikanischen Oldschool Hardcore der frühen 80er sowie im skandinavischen Rock'n'roll der späten 90er Jahre hat, unermüdlich und kreuz und quer durch Europa. Das erste Lineup der Band konstituierte sich 2007 in Frontlady Mariannes Heimat Norwegen, nachdem ihre vorige Band MENSEN das Zeitliche segnete. Nach dem Release der ersten 7” “Destroy” verlagerte Marianne ihren Lebensmittelpunkt nach Schweden und in einer komplett neuen Besetzung, die unter anderem Mitglieder von HENRY FIAT'S OPEN SORE, AUDIONOM und SONS OF CYRUS umfasste, erschien 2009 die erste selbstbetitelte LP auf “One 78 Records” in Deutschland, bzw. “Flotation Records” (Seattle, USA), welche allerorten euphorische Reviews einheimste und die Band auf ihre erste Tour nach Deutschland führte.

Babeli
Babeli war erst 14 als er mit dem Beatboxen anfing. 5 Jahre später nahm er erstmalig an den Deutschen Beatbox Meisterschaften in Berlin teil und konnte
die gesamte Konkurrenz hinter sich lassen. Bei der folgenden Meisterschaft (Dezember 2012) konnte er den Titel locker behaupten und ist nun zweifacher deutscher Meister im Beatboxen. Viele seiner delikaten, elektronischen Sounds sind eine echte Neuheit in der Beatboxszene. Mit seinen Minimal-, Dubstep-, Elektroundund Drum & Bass-Klängen überzeugt er jede Altersgruppe und Publikumsgröße. Gastauftritte für u.a. Cindy aus Marzahn, KayaYanar, Orange und Bauchklang sind ein kleiner Teil einer jungen aber großartigen Karriere des erst 20-jährigen Künstlers. Nach nur 6 Jahren Übung gehört Babeli inzwischen zu den besten Gesichtsmusikern der Welt.

Minderheinz und die Tontauben
Schraube ist Minderheinz. Vater Rock´n Roll-Band, Minderheinz ist begeistert. Erst bricht er Schule, dann Lehre, später Umschulung ab. Er gründet Bands, löst sie auf- Finanzielle Fiasken zwingen ihn zum Dauerjobben. Sein Chef zwingt ihn zur Schichtarbeit. Heinz Minder langweilt sich morgens vor der Spätschicht, schreibt wirre Texte und Musik und trägt sie vor und zurück, denn er musste erst lernen, daß er eben ein Minderheinz ist. Vorherige Bands u.a.: Razzia, Anesthesia, Der Endlose Puuup...

Aerodice
"Welcome to the acoustic paradise of Aerodice" Aerodice macht Organic Beats – Live! Was zunächst klingt wie ein kraftvolles Drum´n´bass-, Goa- oder Techno-DJ-Set entpuppt sich bei genauerem Hinhören und –sehen als Didgeridoo- und Humanbeatbox-Fusion, bei der sämtliche Sounds live und ohne Hilfe von Synthies oder Loopstations produziert werden, denn: "We can´t get no electrisfaction, we just need more organic action!

Tim Mc Millan
Der im australischen Melbourne beheimatete Singer/Songwriter Tim McMillan kommt mit Drummer und glänzt nicht nur mit virtuosem Spiel auf der Akustikgitarre. Stilistisch greift der in seiner Heimat mit zahlreichen Preisen dekorierte Musiker auf die Genres Folk, Klassik, Jazz, Weltmusik und Blues zurück und bringt diese Vielseitigkeit mit seiner Indie-Attitüde in Einklang. Seine Mixtur bezeichnet McMillan selbst als "Goblincore" und spielt damit auf eine entrückt und fantastisch klingende, dann wieder bis an Progrock und ins Abstrakte reichende Klangwelt an.

KräuterWUMMS
Ganz genau... Eine feine Kräutermischung bestehend aus allem was eine gute Musikküche hergibt und der faden Suppe den fehlenden Wumms verabreicht. Ein Prise Reggae aufgekocht im feinsten Folk bestehend aus einer Spur Country, einer rauen Polka und dem aufwirbelnden Temperament der Ska Rythmen, aufgeschichtet und serviert in Deutscher Sprache. Das gelingt den drei Liedermachern Roland, Dirk und Andi völlig unverkrampft. Einfach los zu lassen, sich wohl zu fühlen und Musik zu machen.
Nicht mehr und nicht weniger - KräuterWUMMS

Manuel Muerte
Ein Zauberkünstler zum Anfassen, ohne Netz und doppelten Boden. Manuel Muerte benötigt eigentlich keine Bühne, sondern nur Zuschauer. Egal, ob im Sitzen, Stehen oder Vorbeigehen: Manuel Muerte lässt sich gerne in die Karten schauen. Diese skurrile Show ist eine Synthese aus respektloser Comedy und brillanter Zauberei. Manuel Muerte hext Kaninchen aus dem Zylinder, zaubert endlose Bänder von Tüchern aus dem Ärmel und ödet die Zuschauer mit dem immergleichen Kartentrick an. Dann erschießt er das Kaninchen, um die schlechteste und zynischste Bauchredner-Show aller Zeiten abzuziehen. Nur wer sein Handwerk beherrscht, kann es so durch den Kakao ziehen.

Friedelillara & the Haddockrockers
Das Hanseatinnen-Trio präsentiert einen fröhlichen, akustischen Törn durch gute alte Seemannslieder. Mit Akkordeon und Mundharmonika - was will man mehr?

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