Orango [NOR], support: NAP

Orango [NOR], support: NAP

Datum: 
Sa., 04/03/2017 - 21:00

Good old southern rock, west coast style with vocal harmonies!

In Norwegen genießt das Trio ORANGO spätestens seit dem Debütalbum „Villa Exile“ aus dem Jahr 2004 Kultstatus, den es seitdem mit seinen kraftvollen Liveshows untermauert.
Nach dem 2015er Album „Battles“ sind sie auch in den Süden gekommen und haben in Deutschland nicht nur Fans gefunden, sondern mit Stickman Records auch ein Label. Im September waren sie hierzulande erstmals auf kurzer Tour und stellten einige Songs des neuen Albums vor:
„The Mules Of Nana erscheint Anfang 2017 als CD/LP und digital.
Auch wenn sie hierzulande noch als Newcomer gelten, ist es das mittlerweile sechste Album der Band!! Das virtuose Trio – Trond Slåke, Helge Bredeli Kanck and Hallvard Gaardløs – präsentiert 10 kraftvolle Tracks Blues- und Folk gefärbten Rock mit einem Hauch Soul, wobei die Dreistimmigen Vocals durchaus das ein oder andere Tränchen in die Augen von Crosby, Stills und Nash treiben könnte.
Es scheint, dass ihre Art „good old southern rock, west coast style with vocal harmonies and an amazing live energy“ auf dem neuen Album einen Höhepunkt erreicht und der Schritt in weitere europäische Länder nicht lange auf sich warten lässt.

Nap
Wenn man sich gängiger Klisches bedienen möchte, ist hier mal wieder die Provinz schuld. Fern von hippen, urbanen Szenen entstehen vielleicht doch einfacher eigene Ansätze. Frei von „Szene-Polizisten“ verfolgt man eigene Ideen und Wege. Und wenn der Proberaum dann auch noch in der eigenen Wohnung – oder die Wohnung im Proberaum – ist, liegt auf der Hand, dass die Verstärker nie ausgestellt werden und die Jamsession zum Tagesablauf gehört, wie der Staubsauger und die Kaffeemaschine.
VILLA – Das Debut Album
Nicht weiter erstaunlich, dass bei NAP diese Jam-Sessions Grundlage für die Band und ihre Songs sind. Das Debut-Album „Villa“ lässt die Brennstäbe einzelner Genres und Subgenres erhitzen und glühen bedrohlich. Die Kernschmelze des Heavy-Genres kommt als Vergleich auf.
Hier treffen groovende Psychedelic-Jam-Sessions auf schwerste Doom-Riffs. Instrumentaler Stoner-Rock wird dramaturgisch in Szene gesetzt und voller Spielfreude zelebriert, bevor man sich in entspannte Soundgemälde plumpsen lässt, um kurz nach Luft zu schnappen. Vereinzelt schießen sogar Surf-Melodien und twangy Sounds hervor, die ungewohnte Farbtupfer in das dunkel metallische Bild bringen. Vor allem läßt sich NAP jedoch immer wieder viel Zeit und auffallend ist, dass man oft gegen Ende der Songs mit mächtigen Vocals überrascht wird, die dem Ganzen die Krone aufsetzen.
Das kann frischen Wind in die verstaubte Wüste bringen. NAP reduziert sich keineswegs auf den Begriff „Retro“, sondern mischen ihn neu auf.

Bilder: 
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